Am vergangenen Wochenende fanden im sächsischen Riesa die 1. German Open Championships im Aerobicturnen statt und der TV Ibbenbüren kehrte von diesem internationalen Event mit einigen Medaillen heim.

Nahezu alle deutschen Vereine ließen es sich nicht nehmen, bei diesem Debut dabeizusein. Ebenso Sportler aus Tschechien, Ukraine, Österreich, Slovakei, Litauen, Bulgarien und den USA.

Nach der Anreise am frühen Donnerstag Morgen galt es bereits am Nachmittag das erste Podiumstraining in der WM- Arena zu absolvieren und sich an die gewaltige Kulisse, den Boden und die Ausleuchtung zu gewöhnen.
Den Anfang machte dann am Freitagmorgen Lina Viße bei den 18+ Athletinnen. Für die Ibbenbürenerin war es erst der dritte Auftritt überhaupt in der starken Einzelkonkurrenz dieser Altersklasse. Als jüngste Teilnehmerin neben erfahrenen EM- und WM Startlerinnnen überzeugte Lina mit ihrer sauberen Ausführung und konnte weitere wichtige Wettkampferfahrungen sammeln und belegte in der Endabrechnung einen guten 23. Platz.

Einen weiteren Auftritt hatte sie im Finale der Danceformationen mit dem Aerobicturnzentrum Nord, welches talentierte Sportlerinnen aus ganz Norddeutschland vereint. Die Sieger des vergangenen Wettkampfes in Eisenberg gingen entsprechend motiviert auf die Fläche und gemeinsam mit ihren 7 Kolleginnen freute sie sich nach einem starken Auftritt mit der Jahrmarktchoreograpie über die Silbermedaille bei den German Open.

Die Goldmedaille ging in dieser Kategorie an das deutsche Juniorennationalteam um die Ibbenbürenerinnen Edda Masche als Athletin und Amelie Jung als Juniorennationaltrainerin. Nach der überraschenden Silbermedaille in Eisenberg war nun der volle Focus auf Gold gerichtet. Mit ihrer Catwalkchoreographie konnten sie sich durch hohe Teilnoten in der Artistik und Ausführung über einen Punkt absetzen und freuten sich über den Titel German Open Sieger.

Nach längerer Krankheit ging Edda Masche samstags erstmalig wieder im Einzel bei den Junioren AK 15-17 an den Start. Hier musste die TVI Bundeskaderathletin leider einen Sturz in Kauf nehmen, erhielt aber gute Noten für die restliche Ausführung und Präsentation ihrer Meerhexenübung und belegte Platz 29 von 40.

In der AK 12-14 hatte der TVI gleich 2 Sportlerinnen im Rennen: Mila Viße als eine der jüngsten debütierte auf internationalem Parkett mit einer neuen Übung und konnte gleich 12 Athletinnen hinter sich lassen. Ein guter Start, zumal sie sich im Einzel gegen gleich 47 Konkurrentinnen behaupten musste. Ihre Vereinskollegin Maya Dortmann, die beim vergangenen Wettbewerb nicht zufrieden mit ihrem Abschneiden war, trumpfte in Riesa auf und erhielt ihre erste Wertung über 15Punkte in Deutschland. Mit sämtlichen anerkannten Schwierigkeitselementen hielt sie sich bis kurz vorm Ende in den besten 8 Qualifikationsplatzierungen. In der Endabrechnung freute sie sich riesig über Platz 12 von 47.

Die beiden frischen Bundeskader Mila Viße und Maya Dortmann komplettierten am Sonntag im Finale der besten 8 die Cats-Danceformation des ATZ Nord. Das Jugendteam konnte erneut all ihr Können abrufen, präsentierte sich ausdrucksstark und jubelte am Ende des langen Wettkampfwochenendes über die Silbermedaille vor den Formationen aus Österreich und Litauen. Gold ging hier an das andere Team des ATZ Nord zum Thema Schneewittchen ohne ibbenbürener Beteiligung.

Die Ibbenbürenerin Luka Otte, welche beim TVI und in Greven trainiert, kehrte maximal erfolgreich in ihre Heimat zurück: 4 Starts- 4x Beste! Geplant waren davon maximal 3: in der Kategorie Mixed Pair glänzte sie gemeinsam mit ihrem neuen Partner Nils Angerstein mit einer neuen Choreographie und freute sich über den ersten Titel. Der zweite folgte sogleich bei den Trios mit der Erfolgskombination mit Kim Ellen Trennepohl und Daniel Lange. Ein weiteres mal setzen sie sich gegen nationale und internationale Konkurrenz durch und holten Gold.

Bedingt durch die Verletzung einer anderen Sportlerin rückte sie kurzfristig in die Erfolgsgruppe der Nationalmannschaft zurück und erkämpfte sich auch hier Gold mit ihrem Team. Eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass alle Präsentationen mit nur kürzestem Abstand durchgeführt werden mussten und sie dennoch dem hohen Anspruch gerecht wurde.

Da ein 4fach Start nicht erlaubt ist, lief der Auftritt des Danceteams der Nationalmannschaft bereits am Samstag Abend. Auch hier standen absolute Bestwertungen zubuche und Luka kehrte als erfolgreichste Athletin des gesamten Wettbewerbes zurück nach Ibbenbüren.
Nach einer kurzen Osterpause bereiten sich die Sportler dann intensiv auf die nächsten Wettbewerbe in Tokyo und Prag vor.